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Sehenswertes

Denkmäler, Kirchen
Paläste, Lungarnos
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PALÄSTE IN PISA

GALILEO GALILEIS GEBURTSHAUS

Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren. Im Dom ist bis heute seine Taufurkunde erhalten, die nähere Auskunft über den Ort seiner Taufe, die „Cappella di Sant’Andrea“, gibt. Anhand dieses Dokumentes wurde lange Zeit geforscht, wo sich das Geburtshaus Galileis befinden könnte. Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedene angebliche Aufenthaltsorte ausfindig gemacht. Allerdings erwiesen sich diese später als wenig glaubhaft, wie unter anderem die Gedenkschrift, die noch heute zwischen dem Borgo Largo und der via Mercanti zu sehen ist.
Erst vor 50 Jahren ist es gelungen, einen Ort definitiv zu bestimmen: Das Haus Ammannati in der via Giuseppe Giusti. Hier lebten die Großeltern Galileo Galileis direkt neben einer Kirchengemeinde, die damals „Sant’Andrea foris porta“ hieß. Heute erinnert ein Gedenkstein am Gebäude an das echte Geburtshaus Galileis. Adresse: via Giuseppe Giusti 24

PALAZZO ARCIVESCOVILE

Der erzbischöfliche Palazzo befindet sich auf der Piazza Arcivescovado und ist mit Sicherheit einer der eindrucksvollsten Palazzi der Stadt. Im 15. Jahrhundert errichtet, wurde er aber im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet, vor allem an der Fassade, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Der Innenhof des Gebäudes ist von einem Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert umgeben, in dem sich Skulpturen einiger Erzbischöfe aus Pisa befinden und den in der Mitte eine Moses-Statue von Andrea Vaccà aus dem 18. Jahrhundert ziert.
Adresse: Piazza Arcivescovado
Anfahrt: Buslinie 4 und 21

PALAZZO LANFREDUCCI oder PALAZZO ALLA GIORNATA

Der Palazzo Lanfreducci, auch “alla giornata” (Tagespalast) genannt, befindet sich am Lungarno Pacinotti. Das Gebäude wurde vom Architekten Cosimo Pugliani entworfen und vom späten 16. Jahrhundert bis Anfang des 17. Jahrhunderts vom Malteserritter Fra‘ Francesco Lanfreducci erbaut. Es gibt viel Wissenswertes über diesen Palazzo, angefangen bei seinem Namen: Die Einwohner von Pisa nennen ihn den Palazzo „alla giornata“ wegen seines rätselhaften Mottos an der Fassade über der Eingangstür. Einige verbinden „alla giornata“ mit der berühmten Redewendung “Carpe Diem – Nutze den Tag“ von Orazio. Für andere ist der Name Produkt eines Gelübdes, das Fra‘ Francesco Lanfreducci angeblich während seiner Zeit im Gefängnis in der Türkei abgelegt hat. Einige sehen das Motto auch als eine Art ewiger Herausforderung, denn zu der Zeit, in der der Palazzo erbaut wurde, war „alla giornata“ der Aufruf zur Schlacht am Tag des Feldzuges. Unter dem rätselhaften Schriftzug hängt ein Stück Stahlkette. Hierfür gibt es ebenfalls verschiedene Auslegungen. Für einige ist diese Kette ein Symbol für die Zeit, die der Besitzer des Palazzos im türkischen Gefängnis verbracht hat, für andere ist sie ein Stück Erinnerung an die Kirche San Biagio, die sich „alle catene“ (an Ketten) nannte und die der Palazzo teils eingegliedert hat, als er erbaut wurde.
Heute befindet sich dort das Rektorat der Universität Pisa.

Adresse: Lungarno Pacinotti 43
Anfahrt: Buslinie 2, 4, 5, 13, 21 und 22, grüne LAM-Linie

PALAZZO GAMBACORTI oder PALAZZO COMUNALE

Im Palazzo Gambacorti, der sich am gleichnamigen Lungarno befindet, hat seit 1689 die Stadtverwaltung von Pisa ihren Sitz. Das Gebäude wurde vermutlich von Tommaso Pisano entworfen und zwischen 1370 und 1392 auf Wunsch der Familie Gambacorti, einer der wohlhabendsten und einflussreichsten Handelsfamilien Pisas erbaut. Der Palazzo hat zwei Fassaden: die gotische Nordfassade, intakt seit ihrer Erbauung und mit Zwillingsfenstern verziert sowie die Südfassade mit ihrem Marmorportal und dem Wappen der Medici-Familie aus dem 17. Jahrhundert.
Adresse: Piazza XX settembre
Anfahrt: Buslinie 2, 4, 5 und 14, grüne und rote LAM-Linie

PALAZZO GIULI oder PALAZZO BLU

Palazzo blu PisaDer Palazzo Giuli befindet sich am Lungarno Gambacorti und wird auch wegen der außergewöhnlichen Farbe des Putzes an der Außenfassade und wegen des gleichnamigen Museums im Inneren des Gebäudes „Palazzo Blu“ (Blauer Palast) genannt. Ursprünglich war der Palazzo das Produkt einer Umstrukturierung der mittelalterlichen Wohntürme, wurde aber später aufgrund ständig wechselnder Eigentümer mehrfach architektonischen Veränderungen unterzogen. Die wichtigsten Restaurierungen fanden am Ende des 16. Jahrhunderts statt, als der mittelalterliche Palazzo zu einem Palazzo der Spätrenaissance wurde und schließlich im 18. Jahrhundert, als Bewohner aus Sankt Petersburg ihn im damaligen russischen Stil renovieren wollten. Zu diesem Zeitpunkt bekam der Palazzo seine einzigartige blaue Farbe, typisch für die Architektur in Sankt Petersburg. Heute befinden sich im Palazzo Giuli Sammlungen des Kunst-und Kulturzentrums „Palazzo Blu“, das dort auch kulturelle Veranstaltungen organisiert.
Adresse: Via Pietro Toselli 29
Anfahrt: Buslinie 2, 4, 5 und 14, rote und grüne LAM-Linie

DER AGOSTINI PALAZZO oder USSERO PALAZZO

Palazzo Agostini oder Palazzo dell'Ussero in PisaDer Agostini Palazzo, auch bekannt als Ussero Palazzo, ist eines der schönsten und authentischsten Gebäude in der Zone der Lungarnos von Pisa.
Das Gebäude wurde zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert als eines der ersten Beispiele der gotischen Architektur in der Toskana errichtet. Im Laufe der Zeit gehörte der Palazzo vielen verschiedenen Familie, wie den Astai , den Celino da Capannoli und am Ende fiel er in den Besitz der Agostini-Familie.
Seit 1775 ist er Sitz des Ussero Caffè, das historische Café, das oft von berühmten italienischen Persönlichkeiten dieser Zeit besucht wurde, wie zum Beispiel Giuseppe Giusti, Giosuè Carducci, Carlo Azeglio Ciampi, etc..
Der Palazzo ist außerdem als Zuhause des ältesten, noch bestehenden italienischen Kinos bekannt, the Cinema Lumiére. Den Grundstein für das Kino legten 1899 einige Projektionen in dem Billardraum des Caffè dell'Ussero. Daraufhin zog das Kino in den hinteren Teil des Gebäudes, wo es auch heute noch zu finden ist.
Pietro Pierini, ein Professor der Universität von Pisa, führte hier seine Experimente durch, in denen Filme mit Geräuschen unterlegt werden sollten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte das Lumiére seinen Namen in Supercinema.

IL PALAZZO DELL'OROLOGIO

Der antike Palazzo della Gherardesca ist ein weiteres atemberaubendes Werk Vasaris, der mit seinem Bau zwei bereits existierende Türme durch einen Bogen verbunden hat, um nicht den Zugang zur Piazza zu versperren. Er gehörte der Familie Della Gherardesca. Auf der linken Seite befand sich der Turm der sieben Leben, bzw. das Gefängnis der Stadt und rechts der Turm „della Muda“. Letzterer wurde später auch “Hungerturm” genannt, nachdem dort Ugolino della Gherardesca, Oberhaupt des pisanischen Volkes, wegen Verrats gemeinsam mit zwei Söhnen und zwei Enkeln eingekerkert und dem Hungertod überlassen wurde. So stellte es Dante in seiner “Göttlichen Komödie” dar. Im Jahre 1696 wurde über dem Bogen zwischen den Türmen eine Uhr angebracht, die dem Palazzo dell’Orologio (Palazzo der Uhr) seinen jetzigen Namen gab.
Heute befindet sich dort die Bibliothek der Scuola Normale Superiore.

BAGNI DI NERONE

Die Bäder von Nerone sind die Überreste eines Thermalbades aus den letzten Jahrzehnten des ersten Jahrhunderts nach Christus, bei denen es sich um die einzigen Ausgrabungen aus dem Römischen Zeitalter in Pisa handelt. Die Bäder haben ihren Namen einer Legende zu verdanken, in der der römische Herrscher Nerone zu seinen Lebzeiten enge Kontakte zur Stadt Pisa hatte. Allerdings gibt es einige Zweifel an dieser Namensgebung. Der achteckige Saal des „sudatio laconicum“ ist von allen Sälen am besten erhalten und wurde früher für Heißluftbäder genutzt. Von den anderen Bädern sind nur noch Überreste von Wänden vorhanden.
Adresse: Largo del Parlascio 26
Anfahrt: Buslinie 4

TORRE GUELFA und CITTADELLA VECCHIA

Der Turm Guelfa oder auch „Torre della Cittadella Nuova” (Turm der neuen Zitadelle) genannt, befindet sich in der Gegend, in der einst die Waffenkammer der Republik und die Werftindustrie der Stadt ihren Platz hatten. Hier wurden früher die Schiffe für die Flotte der Seerepublik Pisa gebaut, die im 13. Jahrhundert zu den stärksten im Mittelmeer gehörte. Im 15. Jahrhundert wurde die Waffenkammer aufgrund der ersten Florentiner Herrschaft in die Cittadella Vecchia (Alte Zitadelle) verlegt, eine Festung am Ende der Umschließungsmauer Pisas.
Außerdem wurde Anfang des 15. Jahrhunderts auch der Turm Guelfa ursprünglich als Wachturm errichtet. Dieser war hoch genug, um die Kontrolle über das Meer und die Stadt zu behalten.
Während der Bombardierungen von 1943 bis 1944 wurde der Turm vollständig zerstört und nach dem Krieg wiederaufgebaut. Heute ist er für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt eine Sammlung von Familienwappen der herrschenden Familien der Stadt. Von der Turmspitze kann man ein beeindruckendes Panorama bestaunen.

Adresse: Piazza Tersianaia, lungarno Ranieri Simonelli
Anfahrt: Buslinie 6, 10, 20 und 21